Français English Belge FR Belgium NL Nederlands Deutsch Spain Italiano Portugal Czech Slovakia

Ihr praktischer Leitfaden

Die Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Versuchen Sie, über Ihren potenziellen Arbeitgeber so viele Informationen wie möglich zu sammeln. Dadurch vermeiden Sie, dass Ihr Gesprächspartner den Eindruck bekommt, dass Sie überhaupt nichts von seinem Unternehmen wissen.

  • Erkundigen Sie sich und beschaffen Sie sich einschlägige Dokumentation

    Es gibt zahlreiche Informationsquellen, die Ihnen helfen können, sich einen ersten Überblick über den Wirtschaftsbereich und den Markt des Unternehmens, das Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen hat, zu verschaffen.

    Jeder Wirtschaftsbereich gibt seine eigenen Publikationen heraus, in denen die Entwicklung, die Unternehmen, die Ergebnisse und die Positionen auf den Märkten beschrieben werden.

    Diese Veröffentlichungen enthalten Dossiers, Chroniken, Interviews und Artikel, mit deren Hilfe Sie sich ausführlich informieren können. Bei Ihrem Vorstellungsgespräch können Sie sich dann auch auf diese Informationen beziehen.

    • über den Wirtschaftsbereich, in dem das Unternehmen, in dem Sie das Vorstellungsgespräch haben werden, tätig ist, und auch über das Unternehmen selbst.

 

  • Die meisten großen Wirtschaftsbereiche sind in Verbänden bzw. Vereinigungen organisiert, die auch über Bibliotheken oder Informationsdienste verfügen, bei denen Sie sich bei Interesse ausführlicher informieren können.

    Sie finden die Anschriften dieser Verbände bzw. Vereinigungen in den Gelben Seiten unter der Rubrik 7610. Die meisten dieser Verbände bzw. Vereinigungen haben jetzt auch eine Internetseite, die Sie abrufen können.

    Vielleicht hat auch das Unternehmen, das Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen hat, eine Internetseite, die Sie natürlich besuchen sollten.

    Wenn das Unternehmen eine Internetseite hat, dann finden Sie sie, indem Sie den Namen des Unternehmens in eine belgische Suchmaschine eingeben.

    Achtung! Die Informationen, die das Unternehmen über sich selbst veröffentlicht, sind natürlich stets sehr positiv und haben oftmals auch "Werbecharakter". Dennoch bieten Ihnen diese Informationen einen praktischen Überblick über die Größe des Unternehmens, seine Organisation und seinen Tätigkeitsbereich: Welche Produkte bzw. Dienstleistungen werden angeboten? Welche kommerziellen Ziele verfolgt das Unternehmen? usw.

    Versuchen Sie, sich eine möglichst klare und vollständige Vorstellung von der Stelle zu machen, die Ihnen angeboten wird. Sie können auch telefonisch oder per E-Mail um weitere Informationen bitten.

    Erkundigen Sie sich auch darüber, was für die Ihnen angebotene Stelle ein realistisches Gehalt (oder Lohn) wäre, wobei Sie Ihre Diplome, Berufserfahrungen, persönlichen Kompetenzen und Ihr Alter berücksichtigen müssen, sodass diese Frage Sie nicht unvorbereitet trifft, wenn sie beim Vorstellungsgespräch aufkommt.

    Vergessen Sie nicht, dass Sie auch einige außergesetzliche Leistungen (Firmenwagen, Versicherung, Essensgutscheine usw.) aushandeln können.

    • über die Stelle, die Ihnen eventuell angeboten wird

 

  • Es ist wichtig zu wissen, ob das Vorstellungsgespräch vom Personalchef des Unternehmens geführt wird und/oder ob Sie Ihren eventuellen Vorgesetzten treffen werden.

    Die Fragen des Personalchefs sind allgemeinerer Natur und betreffen hauptsächlich Ihr generelles Profil, während die Fragen einer Person aus dem Fachbereich, in dem Sie arbeiten sollen, zielgerichteter sind und sich auf Ihre Berufserfahrungen und besonderen Fähigkeiten beziehen.

    Versuchen Sie herauszufinden, wie die Person/Personen heißt/heißen, die Sie beim Vorstellungsgespräch treffen werden, und vergewissern Sie sich, dass Sie die Namen auch richtig aussprechen.
    Rufen Sie dazu einfach das Unternehmen an. Der Empfang oder die Zentrale können Ihnen dabei weiterhelfen.

    Es ist auch wichtig zu wissen, ob Sie irgendwelche Tests ablegen müssen, damit Sie sich eventuell darauf vorbereiten können.

    Stellen Sie ein kleines Paket mit allen Informationen, die Sie bekommen können, zusammen und nehmen Sie es zum Vorstellungsgespräch mit. Sie können es beim Vorstellungsgespräch auch ohne weiteres zu Rate ziehen.

    • über die Art und Weise, wie das Vorstellungsgespräch geführt werden wird
  • Sammeln Sie alle Unterlagen, die Ihnen notwendig oder nützlich erscheinen:
    • die Einladung zum Vorstellungsgespräch, die Ihnen zugesandt wurde;
    • alle Ausweispapiere,
    • Ihren Führerschein,
    • ein oder mehrere Passfotos,
    • gegebenenfalls Ihr Führungszeugnis,
    • Kopien Ihrer wichtigsten Diplome, Zeugnisse oder Bestätigungen Ihrer vorherigen Arbeitgeber,
    • eventuell eine Kopie Ihrer Diplomarbei,
    • alle anderen Unterlagen, die als Beleg Ihrer bisherigen Tätigkeiten dienen.

 

 

  • Denken Sie sich einige Tage vor dem Vorstellungsgespräch und am Vortag ein Gespräch aus, das Sie mit Ihrem eventuellen zukünftigen Arbeitgeber führen müssen.

    Stellen Sie sich verschiedene Frage-Antwort-Szenarien vor und versuchen Sie, die Antworten auf die Fragen, die gestellt werden könnten, richtig auszuformulieren, sodass Sie gut vorbereitet sind.

    Überlegen Sie - so objektiv wie möglich - wie Sie sich beschreiben würden und stellen Sie dabei Ihre wichtigsten Eigenschaften, Ihre Ausbildung, Ihre vorherigen Stellen und Ihre Erfahrungen in den Vordergrund.

    Definieren Sie Ihre Stärken und Schwächen. Lesen Sie sich nochmals Ihren Lebenslauf und Ihr Bewerbungsschreiben durch und vertiefen Sie jeden Punkt.

    Fragen Sie sich, welche beruflichen und allgemeinen Ziele Sie verfolgen. Beschreiben Sie Ihre Werte, Ihre Lebensweise, Ihre Hobbys.

    Im Folgenden eine (nicht vollständige) Liste mit Fragen, die Ihr eventueller zukünftiger Arbeitgeber stellen könnte:

    • Bereiten Sie sich auf die Fragen vor und üben Sie Ihre Rolle
      • Warum sind Sie an der freien Stelle interessiert?
      • Warum möchten Sie in unserem Unternehmen arbeiten und warum interessiert es Sie?
      • Wie sehen Ihre beruflichen Ziele aus? Wie stellen Sie sich Ihre berufliche Zukunft vor?
      • Welche Gehaltsvorstellungen haben Sie?
      • Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?
      • Erzählen Sie uns etwas von Ihren bisherigen Stellen!
      • Was haben Sie gelernt?
      • Warum haben Sie Ihre Stelle(n) aufgegeben?
      • Wo liegen ihre Stärken und Schwächen?
      • Warum glauben Sie, dass die Stelle, die wir Ihnen anbieten, Sie interessieren würde?
      • Mit welchen Argumenten können Sie uns davon überzeugen, Sie einzustellen?

 

  • Vergessen Sie niemals, dass ein Vorstellungsgespräch vor allen Dingen ein GESPRÄCH ist und dass dafür mindestens zwei Gesprächspartner notwendig sind.

    Vergessen Sie deshalb auch nicht, dass Sie bei diesem Vorstellungsgespräch eine aktive Rolle zu spielen haben.

    Es geht nicht darum, das Vorstellungsgespräch über sich ergehen zu lassen, sondern darum, dynamisch und mit persönlichem Einsatz daran teilzunehmen und ein wirkliches Interesse zu zeigen.

    Haben Sie also keine Angst, dass Sie sich unbeliebt machen, wenn sie Fragen stellen, die Ihnen wichtig erscheinen. Es ist ganz normal, dass Sie sich über Ihren zukünftigen Arbeitgeber informieren. Das Frage-Antwort-Spiel darf keine Einbahnstraße sein.

    Wenn Sie die richtigen Fragen stellen, können Sie sich außerdem ein Bild vom wirklichen Profil des Unternehmens, das Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen hat, machen.

    Seien Sie jedoch stets aufmerksam und bereiten Sie Ihre Fragen gut vor, denn Ihr Gesprächspartner erwartet, dass Sie ihm Fragen stellen, und er wird Sie auch anhand dieser Fragen beurteilen.

    Er wird auch prüfen wollen, wie ernst Sie es mit Ihrer Bewerbung meinen, wie motiviert Sie sind und ob Sie über die Qualifikationen verfügen, die für die zu besetzende Stelle notwendig sind.

    • Bereiten Sie eine Liste mit Fragen vor, die Sie bei Ihrem Vorstellungsgespräch stellen möchten.

 

  • Im Folgenden einige interessante Fragen, die Sie auf jeden Fall stellen können:

      • Haben Sie eine genaue Beschreibung der angebotenen Stelle?
      • Ist eine Ausbildung oder Schulung notwendig bzw. vorgesehen?
      • Könnte es in der Zukunft zu tief greifenden Veränderungen in Bezug auf den Aufgabenbereich kommen? Wenn ja, inwiefern?
      • Wo genau befindet sich die angebotene Stelle im Organisationsplan des Unternehmens?
      • Wem unterstehe ich und wer untersteht mir?
      • Warum ist die Stelle frei?
      • Gibt es im Unternehmen eine hohe Mitarbeiterfluktuation?
      • Wie sieht die Kultur/Philosophie des Unternehmens gegenüber seinen Mitarbeitern aus?
      • Welche Produkte/Dienstleistungen des Unternehmens verkaufen sich am besten?
      • Wie positioniert sich das Unternehmen auf seinem Markt/Wirtschaftssektor?
      • Wer sind die direkten Konkurrenten des Unternehmens?
      • Wie sehen die mittel- und langfristigen Ziele des Unternehmens aus?
      • Welche Pläne hat das Unternehmen für die nahe Zukunft?
      • Gab es im Unternehmen oder in der Abteilung in den letzten Jahren weitläufige Veränderungen in Bezug auf die Struktur oder die Strategie?
      • Wie sieht der weitere Verlauf nach diesem Vorstellungsgespräch aus? Wie sieht die Entscheidungshierarchie aus? Sind noch weitere Tests oder Gespräche vorgesehen?
      • Wie sehen die Karrierechancen im Unternehmen aus?
      • Kann ich die Mitarbeiter treffen, mit denen ich eventuell zusammenarbeiten werde?
      • Wie sehen die Perspektiven für eine Entwicklung dieser Stelle aus?
      • Wann können Sie mir mitteilen, ob ich genommen werde oder nicht?

 

  • Sie können Ihren Gesprächspartner auch ohne weiteres nach dem Gehalt sowie eventuellen außergesetzlichen Leistungen fragen.

    Wenn Sie zu spät zu einem Vorstellungsgespräch erscheinen, hinterlassen Sie einen äußerst negativen ersten Eindruck, der sich für Sie nachteilig auswirkt und den man nicht so schnell vergisst.

    Sie können eine solche unangenehme Situation vermeiden, indem Sie sich genau anschauen, wo sich das Unternehmen befindet, und überprüfen, wann und wo das Vorstellungsgespräch stattfinden wird.

    Finden Sie heraus, wie man am besten zum Zielort gelangt - mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

    Schätzen Sie die Zeit ein, die notwendig ist, um zum Zielort zu gelangen, und rechnen Sie zur Sicherheit einen Spielraum mit ein. Wenn Sie mit dem Auto zum Vorstellungsgespräch fahren, sollten Sie auch bedenken, dass Sie noch Zeit benötigen, um einen Parkplatz zu finden. Im Idealfall überprüfen Sie schon im Voraus, welche Parkmöglichkeiten es in der Nähe des Unternehmens gibt.

    Es gibt hervorragende Kartenserver, die Sie abrufen können, um herauszufinden, wie Sie Ihren Zielort am besten erreichen.

    Wenn Sie Ihren potenziellen Arbeitgeber bereits beim ersten Gespräch warten lassen, könnte er mit Recht glauben, dass Sie nicht sehr gewissenhaft sind oder dass dieses Gespräch für Sie nicht so wichtig ist.

    Ausreden wie "es gab einen Stau", "ich hatte Probleme, die richtige Adresse zu finden" oder "es gab keine Parkplätze" lässt er nicht gelten: Klug ist, wer mit allem rechnet.

    Ebenso wird von Ihnen erwartet, dass Sie für das Vorstellungsgespräch die nötige Zeit mitbringen und nicht ungeduldig werden, sollte es Ihnen zu lange dauern. Sorgen Sie dafür, dass Sie keine anderen Termine unmittelbar nach dem Vorstellungsgespräch haben, denn ansonsten könnten beide Gesprächspartner den Eindruck bekommen, dass Sie nicht sehr gut planen und voraussehen können.

      • Werden auch Provisionen gezahlt?
      • Bietet das Unternehmen Weiterbildungsmöglichkeiten an?
      • Bietet das Unternehmen außergesetzliche Leistungen an, und wenn ja, welche?

    • Kommen Sie zu Ihrem Vorstellungsgespräch nicht zu spät: Schauen Sie sich den Weg zum Unternehmen genau an und schätzen Sie ein, wie viel Zeit Sie benötigen, um ohne Eile zu Ihrem Zielort zu gelangen.

 

  • Jeder kennt das allgemein gültige Sprichwort "Kleider machen Leute", und so wird auch die Kleidung des Bewerbers als Spiegelbild seiner Persönlichkeit gesehen.

    Spielen Sie also nicht unnötigerweise den Rebellen: Vermeiden Sie Freizeitkleidung oder zu saloppe Kleidung, auch wenn Sie wissen, dass solche Kleidung im Unternehmen durchaus getragen wird.

    Tragen Sie einen gepflegten und klassischen Anzug (bzw. die Damen ein Kostüm), geputzte und passende Schuhe, ein sauberes und gebügeltes Hemd bzw. eine Bluse und die Herren eine Krawatte.

    Gleich, welche Kleiderordnung im Unternehmen herrscht, so wird es als positiv angesehen, wenn Sie auf Ihre Kleidung achten. Das zeigt auch, dass Ihnen das Vorstellungsgespräch wichtig ist und dass Sie bereit sind, die notwendigen Anstrengungen zu unternehmen, um die Stelle zu bekommen, um die es beim Vorstellungsgespräch geht.

    Vermeiden Sie jedoch, im "Sonntagsstaat" zu erscheinen.

    Es ist wichtig, dass Sie sich in Ihrer Kleidung wohl fühlen. Bequeme Kleidung ist für Leib und Seele besser als elegante, aber steife Kleidung, mit der Sie sich unwohl und wie in ein Kostüm gezwängt fühlen.

    Denken Sie rechtzeitig daran und legen Sie sich Ihre Kleidung schon vorher zurecht, damit Sie am besagten Tag nicht in Panik geraten, weil Sie nicht wissen, was Sie anziehen sollen.

    Doch Vorsicht: Es genügt nicht, nur die richtige Kleidung zu tragen. Man muss auch ganz besonders auf seine Körperpflege achten: saubere Hände, kurze und saubere Fingernägel, frischer Atem, frisch gewaschene und gekämmte Haare usw ….

    • Verhalten Sie sich immer so - und vor allem während des Gesprächs mit Ihrem potenziellen Arbeitgeber - als ob dieses Vorstellungsgespräch wirklich der wichtigste Termin des Tages sei.

 

Registrieren Sie sich kostenlos bei SMCV



Partant pour trouver le job de votre vie